Vitamin D

So wichtig ist Vitamin D

 

Unter dem Namen Vitamin D wird eine Gruppe fettlöslicher Vitamine zusammengefasst. Für den Menschen von Bedeutung sind dabei das in pflanzlichen Zellen und Pilzen vorkommende Vitamin D2 (Ergocalciferol) sowie das Vitamin D3 (Cholicalciferol) aus tierischer Nahrung. Beide sind streng genommen Hormone, denn sie regulieren den Kalzium- und Phosphat-Stoffwechsel und sind vor allem verantwortlich für die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm. Dadurch sorgt eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung für stabile Knochen und gesunde Zähne.

Sie können Vitamin D mit der Nahrung aufnehmen. Ihr Körper ist aber auch in der Lage, Vorstufen von Vitamin D3 selbst herzustellen. Dazu benötigt er unbedingt die UV-Strahlen des Sonnenlichts, damit in der Haut aus Cholesterin eine Vorstufe von Vitamin D3 gebildet werden kann. Dieses Provitamin wird dann in der Leber und den Nieren zum aktiven Hormon umgewandelt. Der normale Vitamin-D-Spiegel liegt bei 40 bis 80 ng/ml im Blut.

Für folgende Aufgaben wird Vitamin D benötigt:

–   Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus dem Darm und Einbau in die Knochen

–   Aktivierung der Abwehrzellen

–   Ankoppelung der Nervenbotenstoffe (Serotonin, Dopamin) im Gehirn

–   Verhinderung von unkontrolliertem Wachstum abnormaler Zellen (z. B. Schutz vor Krebs und Schuppenflechte)

–   Stabilisierung der Muskelzellen

–   Kontrolle des Blutdrucks und Elektrolythaushalts

Laut einer aktuellen Studie der Universitätsklinik Heidelberg leiden in den sonnenarmen Wintermonaten die meisten Menschen unter einem Vitamin-D-Mangel. Die Forscher hatten festgestellt, dass 75 % der Studienteilnehmer einen Vitamin-D-Mangel hatten. Die Serumkonzentration des Vitamins lag bei ihnen unter 20 ng/ml.

 

So verbessern Sie Ihre Vitamin-D-Versorgung

Etwa ab dem 40. Lebensjahr lässt die Fähigkeit des Organismus nach, Vitamin D selbst zu bilden. Zusätzlich ist bei älteren Menschen auch die Fähigkeit der Nieren, Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln, vermindert. Ab der zweiten Lebenshälfte benötigt daher fast jeder Mensch eine zusätzliche Versorgung mit Vitamin D. Der Vitalstoffexperte Dr. Bodo Kuklinski von der Universität Rostock empfiehlt generell jedem Erwachsenen in den Wintermonaten die tägliche Zufuhr von 800 bis 2.000 I.E. (20 bis 50 Mikrogramm) des Vitamins. Diese Dosierung liegt deutlich über der bisher von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen. Andere bedeutende Therapeuten empfehlen eine tägliche Gabe von 10.000 I.E. .

Da in unseren Regionen, die nördlich des 42. Breitengrads liegen, die Sonne in den Wintermonaten zu tief steht, um die benötigte UV-Strahlung durchzulassen, empfehle ich Ihnen tatsächlich etwas unternehmen, um Ihre Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Alleine über die Nahrung wird es Ihnen nicht gelingen, den erforderlichen Spiegel des Vitamins im Blut zu erreichen – dazu müssten Sie täglich z. B. ein Kilogramm Thunfisch essen. Dennoch sollten Sie häufig Nahrungsmittel auf Ihren Speiseplan setzen, die reich an Vitamin D sind.

Die besten Vitamin-D-Lieferanten sind:

Nahrungsmittel Menge Gehalt in Mikrogramm
Lachs 100 g 16,0
Thunfisch 100 g 5,0
Kabeljau 100 g 1,3
Hühnerei 1 mittelgroßes 1,0
Kalbfleisch 100 g 3,8
Hartkäse 30 g 0,33
Butter 10 g 0,1

 

 

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