Allergiker Achtung – jetzt blüht die Ambrosia!

Achtung – jetzt blüht die Ambrosia!

Gefährlicher Einwanderer: Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Ambrosia-Pflanze (engl. ragweed) breitet sich in Europa rasant aus – zum Leidwesen von Pollenallergikern. Denn Ambrosia-Pollen, die ab Juli fliegen, lösen schwere Heuschnupfensymptome aus. Doch die krautige Pflanze birgt noch weitere Gesundheitsgefahren.

Krautiger Einwanderer
Simples Winter-Vogelfutter für freilebende Vögel kann schuld sein, wenn sich die eigentlich in Nordamerika beheimatete Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia) in Ihrem Garten breit macht. Denn Ambrosia-Samen werden vor allem über verunreinigtes Vogelfutter, aber auch über kontaminiertes Futtermittel und Saatgut in Deutschland eingeschleppt.
Hat sich die Pflanze erst einmal irgendwo angesiedelt, breitet sie sich oft munter aus. Das ist aus zwei Gründen problematisch: Zum einen weiß man aus anderen Ländern wie Ungarn und Kanada, dass das “Unkraut” Ambrosia Ertragseinbußen bei verschiedenen Feldfrüchten verursachen kann. Zum anderen geht von dem Einwanderer eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr aus.
“Reizendes” Grünzeug
In ihrer Heimat USA ist die Ambrosia bereits der häufigste Auslöser von Pollenallergie. Auch in Deutschland stellt die Pflanze ihren Ruf als Allergiker-Schreck unter Beweis – die Pollen reizen Atemwege und Augen besonders stark, der direkte Kontakt mit der Ambrosia kann sogar Hautirritationen verursachen.
Dabei sieht man der Ambrosia ihre Gefährlichkeit gar nicht an: Abgesehen von ihrer beeindruckenden Größe von bis zu 180 cm ist krautige Pflanze wenig auffallend – reiche Verzweigung, doppelt gefiederte Blätter und recht unscheinbare gelblichgrüne Blütenstände kennzeichnen die auch Beifußblättrige Ambrosie oder Aufrechtes Traubenkraut genannte Pflanze.
Unterschiede zum heimischen Beifuß
Der Name Beifußblättrige Ambrosie deutet auf die Ähnlichkeit des US-Imports mit dem einheimischen Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) hin. Die beiden Pflanzenarten lassen sich aber zum Beispiel an Stängeln und Blättern gut unterscheiden: Bei der Ambrosia sind die Stängel rötlich und leicht behaart, beim Beifuß ebenfalls rötlich, aber unbehaart. Außerdem ist die Blattunterseite bei Ambrosia hellgrün und unbehaart, beim Beifuß weißlich und behaart.
Ausbreitung verhindern
Wer die Ambrosia gleich an ihrem Aussehen erkennt, kann im Umgang mit dem Allergieauslöser von vornherein entsprechende Vorsicht walten lassen. Behörden empfehlen, Bestände der Pflanze möglichst zu reduzieren, um die von ihnen ausgehende Gesundheitsgefahr einzudämmen. Völlig aus Deutschland wieder vertreiben lässt sich der krautige US-Amerikaner wohl nicht mehr.

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