Kinesio-Taping

Weniger Schmerz – Mehr Beweglichkeit

Geschichte

Taping wurde vom japanischen Chiropraktiker Dr. Kenzo Kaze in Zusammenarbeit mit dem japanischen Konzern Nitto Denko bereits in den 70er Jahren unter dem Namen Kinesio-Taping entwickelt. Das Hauptziel war die Unterstützung körpereigener Heilungsprozesse durch ein spezielles Material bzw. durch die entsprechende Anlagetechnik.
Kinesiologisches Tape ist den Eigenschaften der Haut nachempfunden und übermittelt dadurch “positive” sensorische Informationen an unseren Körper. Die Anlagetechniken wurden nach kinesiologischen Testungen entwickelt und waren damit auch verantwortlich für den Namen des Materials und der Therapie.

Anwendung und Wirkung

Dr. Kenzo Kase entwickelte zu diesem dehnbaren Band vor 25 Jahren eine Therapie mit speziellen Klebemustern für unterschiedliche Krankheitsbilder. Das Kinesio-Tape besteht aus fein gewebter Baumwolle und wird bereits heute in folgenden Bereichen erfolgreich eingesetzt:

  • bei allen Schmerzproblematiken der Prophylaxe
  • post-operativen und post-traumatischen Zuständen
  • Sportverletzungen und Sportphysiotherapie
  • Lymphologie und Lymphödeme
  • Bewegungseinschränkungen
  • Arthrose
  • Kopfschmerz und Migräne
  • Bandscheibenprobleme
  • muskulärer Hartspann
  • Ischialgien
  • Epicondylitis
  • Carpal-Tunnel-Syndrom
  • ISG-Probleme
  • Gelenkdistorisionen
  • Lähmungen
  • Polyneuropathie
  • Harninkontinenz
  • Miktionsbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden u.v.m.

Die Muskulatur schrumpft nicht und das Tape wirkt schmerzlindernd und heilend, indem es das Gewebe anhebt und die Durchblutung und Lymphzirkulation fördert. Unterschiedlich gespannt klebt der Therapeut das Band auf bestimmte Körperstellen. Es soll die Muskulatur zum Arbeiten anregen, aber gleichzeitig auch strapazierte Muskeln entlasten. Nachdem die Verletzung abgeheilt ist, müssen die Muskeln nicht wieder neu aufgebaut werden, wie nach dem klassischen Taping.

Die ganzheitliche Betrachtungsweise des menschlichen Körpers mit seinen vielfältigen Vernetzungen über Strukturen wie z.B. Haut, Faszien, Muskeln, Meridianen, etc. bilden die therapeutische Grundlage des Kinesiologischen Tapings. Anatomische Kenntnisse, ein eingehender Sicht- und Funktionsbefundmittels Screening- und Muskeltests sind unentbehrlich, um die Problematiken im Körper vollständig zu erfassen.

Anlagekomfort und -dauer

Durch die Materialeigenschaft wird das Kinesio-Tape bereits wenige Minuten nach der Anlage vom Tragenden als nicht störend empfunden. Aktivitäten des täglichen Lebens wie z.B. Arbeit, Sport und Freizeit werden durch den Verband nicht eingeschränkt, sondern eher gefördert. Durch das wasserabweisende Material ist es ohne Probleme möglich zu duschen oder zu baden, ohne den Verband wechseln zu müssen. 

Die Hauptwirkung des Kinesiologischen Tapings wird in den ersten 3 – 5 Tagen nach der Anlage erwartet. Positive Wirkungen im Bezug auf das Beschwerdebild nach längerer Anlagedauer werden ebenfalls sehr oft beobachtet.