Kohlenhydrate und Mortalität

PURE-Studie: Hohe Kohlenhydratzufuhr mit erhöhtem Todesrisiko assoziiert

Die Ergebnisse der PURE-Studie (Prospective Urban Rural Epidemiology [„prospektive Studie zur Epidemiologie in Stadt und Land“]) haben Prüfärzte veranlasst, eine Überarbeitung der Ernährungsleitlinien zu fordern, angesichts des Befundes, dass Kohlenhydrate und nicht Fette mit einem höheren Mortalitätsrisiko assoziiert sind.

Die prospektive Kohortenstudie umfasste über 135.000 Personen im Alter von 35 bis 70 Jahren ohne kardiovaskuläre Erkrankung, in 18 Ländern in sieben geografischen Regionen. Die Ergebnisse wurden beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie vorgestellt und zeitgleich in The Lancet veröffentlicht.

Die Nahrungszufuhr der Teilnehmer wurde mithilfe eines validierten Lebensmittelhäufigkeitsfragebogens erfasst und es erfolgte eine Kategorisierung in Quintile der Nährstoffzufuhr (Kohlenhydrate, Fette und Proteine) auf Grundlage der prozentualen Energiezufuhr durch die Nährstoffe.

Es wurde beobachtet, dass eine höhere Kohlenhydratzufuhr mit einem erhöhten Gesamtmortalitätsrisiko assoziiert war. Personen, die am meisten Kohlenhydrate aßen, wiesen ein um 28 % größeres Risiko auf als solche, die am wenigsten Kohlenhydrate aßen, wenn auch kein Unterschied bezüglich des Risikos für kardiovaskuläre Erkrankungen oder kardiovaskuläre Krankheitsmortalität beobachtet wurde. Umgekehrt war die Gesamtfettzufuhr und jede Art von Fett mit einem niedrigeren Gesamtmortalitätsrisiko assoziiert, während eine höhere Zufuhr ungesättigter Fette mit einem niedrigeren Schlaganfallsrisiko verbunden war. Die Autoren sagten, die globalen Ernährungsleitlinien sollten angesichts dieser Befunde neu überdacht werden.

 

 

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