Gemüse

Einfacher Trick macht mehr Lust auf Gemüse

Bei „in reichlich Butter geröstetem Mais“, „in Knoblauch und Ingwer gewendete Kürbis Wedges“ und „karamellisierte Zucchini-Häppchen“ greifen Menschen eher zu als wenn unter den gleichen Lebensmitteln „salzreduzierter Mais“, „Kürbis-Wedges ohne Zucker“ oder „leichter Genuss Zucchini“ steht.

Die in diesen Begriffen enthaltene Gesundheitsbotschaft wirkt also eher abschreckend. Sogar die Herausstellung positiver Eigenschaften wie „vitaminreicher Mais“, „antioxidantienhaltiger Kürbis“ oder „nahrhafte grüne Zucchini“ helfen hier wenig, wenn es darum geht, dass mehr Gemüse gegessen werden soll. Auch nicht zum Essen anregend sind ganz minimalistische Angaben wie „Mais“, „Kürbis“ oder „Zucchini“.

Mehrere Wochen stand in der Mensa einer Universität in Kalifornien jeweils ein Gemüse mit einer dieser vier Bezeichnungen zur Verfügung. Gemessen wurde, wie sich das Namensschild auf die Zahl der Esser und die Portionsgrößen auswirkt. In beiden Punkten erwiesen sich Namensschilder mit den ausschmückenden kulinarischen Begriffen als besonders anregend. Der Anteil der Gemüseesser stieg hier um 25 Prozent und die Portionen waren um 23 bis 33 Prozent größer.

Diese Ergebnisse zeigen zum einen, dass es kontraproduktiv sein kann auf die gesundheitlichen Vorzüge von Lebensmitteln hinzuweisen. Das liegt vermutlich daran, dass viele glauben was gesund ist könne nicht schmecken. Zum anderen beweist zeigt diese Studie aber auch, dass wir am liebsten Gemüse essen, wenn die kulinarischen Vorzüge im Vordergrund stehen, so wie bei weniger gesunden Nahrungsmitteln auch.

Vielleicht wäre das eine Idee, mit der man die Deutschen dazu animieren könnte, mehr Gemüse zu essen. Nur jeder vierte Mann und vier von zehn Frauen essen täglich Gemüse. Damit liegen die Deutschen im EU-Vergleich auf den hinteren Plätzen.