Diät-Getränke, Süssstoffe – Vorsicht ist geboten!!!

Diätgetränke in einer Verbindung zu Schlaganfall und Demenz

Vaskuläre Risikofaktoren im mittleren Alter erhöhen späteres Demenzrisiko

 

Der tägliche Konsum von mindestens einem künstlich gesüßten Getränk ist mit einem fast dreimal höheren Risiko der Entwicklung eines Schlaganfalls oder einer Demenz verknüpft verglichen mit dem Trinken eines solchen Getränks weniger als einmal pro Woche, besagt eine neue Forschungsarbeit in der Fachzeitschrift der American Heart Association Stroke.

Die Studienautoren wiesen darauf hin, dass ihre Beobachtungsstudie zwar nicht konzepiert war, um Kausalität nachzuweisen, und nur eine Tendenz in einer Gruppe von Menschen zeigt, die Studienergebnisse aber einen Bedarf an weiterer Forschung in diesem Bereich anzeigen, angesichts dessen, wie oft Menschen künstlich gesüßte Getränke trinken.

Der leitende Autor Matthew Pase relativierte die Ergebnisse. „Selbst wenn jemand dreimal eher einen Schlaganfall oder Demenz entwickelt, ist es auf keinen Fall ein sicheres Schicksal“, sagt er. „In unserer Studie hatten 2 % der Personen einen neuen Schlaganfall und 5 % entwickelten Demenz. Wir sprechen also trotzdem von einer kleinen Zahl von Personen, die entweder einen Schlaganfall oder Demenz entwickelten.“

„Obwohl wir keinen Zusammenhang zwischen Schlaganfällen oder Demenz und dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken feststellten, bedeutet das sicherlich nicht, dass diese eine gesunde Option sind. Wir empfehlen, dass Menschen regelmäßig Wasser statt zuckerhaltige und künstlich gesüßte Getränke trinken.“

 

Vorsicht geboten bezüglich der Verwendung von künstlichen Süßstoffen

Die Autoren einer neuen Studie, die untersuchte, ob der Konsum von künstlichen Süßstoffen mit negativen Langzeitwirkungen für Gewicht, Herzerkrankungen und andere Krankheiten in Zusammenhang steht, haben gewarnt, dass Vorsicht in Bezug auf ihre Verwendung geboten ist, bevor die langfristigen Risiken und Vorteile dieser Produkte vollständig geklärt sind.

In der im CMAJ (Canadian Medical Association Journal)veröffentlichten Studie führten die Autoren eine systematische Übersichtsarbeit von 37 Studien durch, die über 400.000 Personen über durchschnittlich 10 Jahre beobachteten. Sieben dieser Studien waren randomisierte, kontrollierte Studien (RCT) mit 1.003 teilnehmenden Personen.

Die Evidenz von den RCT sprach nicht eindeutig für den beabsichtigten Nutzen nicht-nutritiver Süßstoffe für die Gewichtskontrolle. Außerdem wiesen Beobachtungsdaten darauf hin, dass der routinemäßige Konsum von Süßstoffen mit einer langfristigen Zunahme des BMI und einem erhöhten Risiko für kardiometabolische Erkrankungen in Verbindung stehen könnte. Die Autoren sagten aber, diese Zusammenhänge wären nicht in experimentellen Studien bestätigt worden.

„Angesichts der weitverbreiteten und zunehmenden Verwendung von künstlichen Süßstoffen und der aktuellen Epidemie von Adipositas sowie damit zusammenhängenden Erkrankungen wird weitere Forschung benötigt, um die langfristigen Risiken und Vorteile dieser Produkte zu bestimmen“, sagte die leitende Autorin Dr. Meghan Azad. „Vorsicht ist geboten, solange die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen von künstlichen Süßstoffen nicht vollständig geklärt sind“, ergänzte Dr. Azad.

 

 

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