Blutdruck – Hypertonie

Blaue Kartoffeln gegen Bluthochdruck

Bluthochdruck ist in Deutschland mittlerweile eine weit verbreitete Volkskrankheit: Fast jeder Zweite über 35 Jahren ist betroffen. Die gute Nachricht: Es gibt Nahrungsmittel, mit denen Sie gegensteuern können

Leiden Sie hin und wieder unter Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindel oder Kurzatmigkeit? Dann ist möglicherweise Ihr Blutdruck erhöht. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt untersuchen.

Von einer sogenannten Hypertonie sprechen Ärzte, wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist – also in mehreren Messungen Ihr systolischer Wert über 140 mmHg und der diastolische Wert über 90 mmHg liegt.

Das ist keine Bagatelle. Auf Dauer kann der erhöhte Druck Ihren Gefäßen, Nieren und sogar Ihrem Gehirn schaden.

Werden Sie bei Bluthochdruck also aktiv! Bewusst ausgewählte Lebensmittel können helfen die Gefäße zu entlasten.

Blaue Kartoffeln gegen Bluthochdruck

Wissenschaftler der Universität Scranton im US-Bundesstaat Pennsylvania haben 2011 beispielsweise herausgefunden, wie effektiv blaue Kartoffeln sind.

Die Forscher untersuchten 18 Bluthochdruck-Patienten, deren Speiseplan um diese Kartoffeln ergänzt wurde. Genauer gesagt: Die Probanden aßen zweimal täglich sechs bis acht Knollen in der Größe von Golfbällen.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Innerhalb eines Monats fiel der diastolisch Blutdruck durchschnittlich um 4,3 Prozent – der systolische Wert um 3,5 Prozent.

Die Wissenschaftler erklären den Erfolg mit dem besonders hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen in der blauen Knolle – dazu gehören beispielsweise Carotinoide und Flavonoide.

Sekundäre Pflanzenstoffe unterstützen die Gefäßerweiterung, sie schützen außerdem vor Gefäßablagerungen. Sie wirken zudem stark antioxidativ.

Das heißt, sie fangen schädliche Sauerstoffradikale in Ihrem Körper ab. Diese Sauerstoffradikale sind unter anderem für Alterungsvorgänge mitverantwortlich – auch an und in Ihren Blutbahnen. Verdickungen und Verhärtungen – und als Folge Bluthochdruck – sind möglich.

Mit blauen Kartoffeln, aber auch mit anderen Nahrungsmitteln, die reich an sekundären Pflanzenstoffen sind, lässt sich einem Bluthochdruck also entgegen wirken.

Blaue Kartoffeln erhalten Sie in gut sortierten Supermärkten, in Bio-Märkten oder auch bei Gemüse-Händlern (z. B. die Sorten „Blaue Elise“, „Herrmanns Blaue“, „Blaue St. Galler“; 1 Kilo-gramm kostet etwa 3 €).

Profitieren Sie von den Ballaststoffen

Aber auch helle Kartoffeln sind nützliche Helfer bei Bluthochdruck: Die darin enthaltenen Ballaststoffe nämlich reduzieren ebenfalls Ihr Risiko für Bluthochdruck.

Wissenschaftler der niederländischen Universität Wageningen werteten die Daten von insgesamt 1404 Bluthochdruck-Patienten aus.

Insgesamt 24 wissenschaftliche Studien, die zwischen 1966 und 2003 entstanden waren, wurden unter die Lupe genommen.

Untersucht wurde jeweils der Einfluss der Ballaststoffaufnahme auf den Blutdruck. Das Ergebnis überzeugt: Pro etwa 10 Gramm Ballaststoffe täglich konnte der diastolischen Blutdruck durchschnittlich um 1,26 mmHg und der systolische Blutdruck um 1,13 mmHg gesenkt werden.

Der Grund: Ballaststoffe lassen Ihren Cholesterinspiegel sinken. Damit reduziert sich auch das Risiko für Gefäßablagerungen – und das wirkt sich letztendlich positiv auf Ihren Blutdruck aus.

Nehmen Sie täglich idealerweise 30 Gramm Ballaststoffe mit der Nahrung zu sich.

Das sind außerdem besonders ballaststoffreiche Lebensmittel

Ballaststoffgehalt in Gramm pro 100 Gramm Lebensmittel

Früchtemüsli (ohne Zucker) 7,7 Weizenkleie                45,1
Grünkern, Dinkel            8,8 Artischocke                10,8
Haferflocken (Vollkorn)   10 Grünkohl                    4,2
Pumpernickel              9,3 Rosenkohl                  4,4
Roggenbrot                6,5 Schwarzwurzel          18,3
Kartoffel                      3,1 Pfirsich, getrocknet    11,7
Pflaumen, getrocknet 18,8 Bohnen, weiß, reif      23,2
Erbsen, reif                 6,6 Kichererbsen              15,5
Erdnusskerne              11,7 Haselnusskerne           8,2
Kürbiskerne                8,8 Linsen                         17
Pistazienkerne             10,6  

 

Lassen Sie sich beraten!